PowerPackage Segment Routing - Konzepte und Anwendungen
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Segment Routing (SR) wird das Routing im MPLS-Backbone revolutionieren. Durch die Erweiterung der Routingprotokolle um eine Labelverteilung mit globaler Bedeutung kann auf den Einsatz eines zusätzlichen Protokolls wie LDP verzichtet werden. Das allein wäre aber kein Grund, LDP zu ersetzen.
So verspricht SR zusätzlich, die vielen Nachteile des klassischen MPLS-Traffic Engineering (TE) mit RSVP-Signalisierung zu eliminieren und im Zusammenspiel mit SDN-Controllern TE skalierbar, optimiert und administrierbar zu ermöglichen. Darüber hinaus gewinnt ein SR-Netz die Eigenschaft, Fast Rerouting (FRR) garantiert für alle Links im Backbone zu ermöglichen und lässt sich nahtlos in einen bestehenden M…
Es wurden noch keine FAQ hinterlegt. Falls Sie Fragen haben oder Unterstützung benötigen, kontaktieren Sie unseren Kundenservice. Wir helfen gerne weiter!
Segment Routing (SR) wird das Routing im MPLS-Backbone revolutionieren. Durch die Erweiterung der Routingprotokolle um eine Labelverteilung mit globaler Bedeutung kann auf den Einsatz eines zusätzlichen Protokolls wie LDP verzichtet werden. Das allein wäre aber kein Grund, LDP zu ersetzen.
So verspricht SR zusätzlich, die vielen Nachteile des klassischen MPLS-Traffic Engineering (TE) mit RSVP-Signalisierung zu eliminieren und im Zusammenspiel mit SDN-Controllern TE skalierbar, optimiert und administrierbar zu ermöglichen. Darüber hinaus gewinnt ein SR-Netz die Eigenschaft, Fast Rerouting (FRR) garantiert für alle Links im Backbone zu ermöglichen und lässt sich nahtlos in einen bestehenden MPLS-Backbone integrieren.
Doch auch außerhalb des MPLS-Backbones kann SR mit seinem einfachen und skalierbaren Source-Routing-Konzept mit Anwendungsmöglichkeiten zum Service Chaining oder Egress Load Sharing punkten.
Segment Routing hat in Carrier Backbones, aber auch in
Infrastrukturen größerer Firmen-Netze eine wahre Erfolgsstory
erlebt. Während in der Vergangenheit vorwiegend mit der
MPLS-basierenden Realisierung von Segment Routing gearbeitet wurde,
werden aktuell zunehmend die Vorteile von SRv6, der Variante für
IPv6-Infrastrukturen, erkannt.
Tatsächlich ist sogar der Trend bemerkbar, in Backbones MPLS durch SRv6 zu ersetzen. Eine frohe Botschaft ist, dass alle für MPLS nutzbaren und liebgewonnenen Leistungsmerkmale auch mit SRv6 zur Verfügung stehen, wie z.B. skalierbares Traffic Engineering und Fast Rerouting sowie der Einsatz eines SDN Controllers zur Automatisierung.
SRv6 gewinnt zusätzliches Potenzial dadurch, dass nur ein geroutetes IPv6-Netzwerk vorausgesetzt wird. Dadurch kann eine größere Flächendeckung erzielt und von Optimierungen des zugrundeliegenden IPv6-Routings profitiert werden.
KursinhaltTeil 1
- Motivation und Gegenüberstellung zur klassischen MPLS-Lösung
- SR-Architektur mit MPLS-Dataplane
- SR-Architektur mit IPv6-Dataplane
- SR-Integration in IS-IS, OSPF und BGP
- Zusammenspiel vom klassischen LDP mit SR (Migrationsphase)
- Auswirkungen auf bestehende Services wie L2- oder L3-MPLS-VPNs
- Topology Independent Fast Rerouting (TI FRR) mit SR
- Vergleich von klassischen MPLS-TE mit RSVP zu TE
- TE über einen SDN-Controller
- Das Path Computation Element (PCE)
- Topologieinformation extrahieren mit BGP-LS
- TE-Pfade einrichten und überwachen mit PCEP
- Anwendungsbeispiele und Use-Cases auch außerhalb des MPLS-Backbones
Mit praktischen Übungen in einem Testnetz mit Cisco IOS XR werden die Zusammenhänge verdeutlicht. Zur Illustration eines PCE kommt ein passender SDN- Controller zum Einsatz.
Teil 2
- Motivation und Gegenüberstellung zur Segment Routing Lösung mit MPLS
- SRv6-Grundfunktionen
- Umsetzung mit dem Segment Routing Header
- Optimierung durch Micro SIDs (uSIDs)
- Traffic Engineering mit SRv6 und SDN-Kontrolle
- Loop Free Alternate
- Interworking mit MPLS-basierendem Segment Routing
- Migration zu SRv6
- Einsatz von SRv6 in Mobilfunknetzen
Mit praktischen Übungen in einem Testnetz mit Cisco IOS XR werden die Zusammenhänge verdeutlicht.
ZielgruppeDie Veranstaltung wendet sich an Netzwerkplaner und -administratoren, welche die Möglichkeiten von SR und SRv6 kennenlernen und die nötigen Kenntnisse zur Integration bzw. Migration im eigenen Netz erlangen wollen.
VoraussetzungenEs werden gute Kenntnisse zu IP-, IPv6- und MPLS-Netzen und speziell zum Routing mit IS-IS oder OSPF und BGP vorausgesetzt. Erfahrungen mit LDP und RSVP in einem MPLS-Backbone sind vorteilhaft.
KurszielSie lernen die technischen Details der MPLS- und IPv6-basierenden Umsetzung des Segment Routings in Theorie und Praxis kennen und können beide Ansätze gegeneinander abgrenzen. Die Betrachtung typischer Einsatzfelder hilft ihnen dabei, die Anwendbarkeit der Technologien einzuschätzen und den Aufwand einer Migration und des Interworkings zu beurteilen.
Es wurden noch keine FAQ hinterlegt. Falls Sie Fragen haben oder Unterstützung benötigen, kontaktieren Sie unseren Kundenservice. Wir helfen gerne weiter!
